Josée Goris

Expertin für Politik der internationalen Beziehungen
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 Porträt Josée Goris

Was genau ist Ihre Tätigkeit im ÖPD Sozialeingliederung?

Ich vermittle zwischen dem, was auf europäischer Ebene und dem, was auf belgischer Ebene in den Bereichen Sozialeingliederung und Armutsbekämpfung passiert.

Auf europäischer Ebene gibt es zum Beispiel Strategien, Rahmenbedingungen und Vorschriften, die die Politik der Mitgliedstaaten der EU beeinflussen. Ziel ist es, diese in die belgische Politik zu übertragen. Auf europäischer Ebene wird etwa Housing First als wirksames Mittel zur Reduzierung der Obdachlosigkeit dargestellt. Aus diesem Grund haben wir das Programm Housing First Belgium ins Leben gerufen. Heute tragen wir Sorge, dass diese Arbeitsmethode in den Gemeinden und Regionen systematischer angewandt wird.

Außerdem übertrage ich die belgischen Prioritäten auf die europäische Ebene. In Belgien sind wir zum Beispiel dafür bekannt, von Armut betroffene Personen in die Politik einzubeziehen.
Dafür werden wir gemeinhin sehr geschätzt. Und ich versuche, daraus ein Anliegen mit Priorität auf europäischer Ebene zu machen.

Was macht Ihre Arbeit interessant?

Die Abwechslung spielt da eine große Rolle. Im ÖPD Sozialeingliederung arbeite ich je nach Thema mit ganz unterschiedlichen Personen und Dienststellen zusammen. Außerdem habe ich viele Menschen unterschiedlicher Institutionen und Organisationen auf europäischer Ebene kennengelernt. Und ich lerne nach wie vor jeden Tag etwas Neues über die bestehenden europäischen Institutionen und Organisationen dazu.

Die Wechselwirkung zwischen sehr konkreten und eher abstrakten Sachverhalten trägt ebenfalls dazu bei, dass meine Arbeit sehr interessant ist.
Wenn es jemandem nach zehn Jahren Obdachlosigkeit gelingt, dank Housing First wieder Ordnung in sein Leben zu bringen, macht mich das schon sehr glücklich. Konkrete Ergebnisse dieser Art zu sehen, tut gut, denn Europa scheint manchmal doch recht weit weg und abstrakt.

Welche Kompetenzen sind für Ihre aktuelle Funktion erforderlich?

Wichtig ist es, in gutem Einvernehmen mit den anderen Diensten zu arbeiten. Ich bringe ihnen die europäische Seite näher.

Eine gewisse Flexibilität ist ebenfalls vonnöten. Themen wie Obdachlosigkeit oder Mindestlohn werden auch auf europäischer Ebene angesprochen. Wir arbeiten häufig mit sehr unterschiedlichen Strukturen und Personen zusammen. Multitasking-Fähigkeit und Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten gehören zum Stellenprofil.

Was sind die Gründe für eine Bewerbung beim ÖPD Sozialeingliederung?

Zunächst ist unser Arbeitsgebiet ein außerordentlich spannendes. Des Weiteren ist der ÖPD eine kleine Behörde, in der man schnell die Kolleginnen und Kollegen der anderen Abteilungen kennenlernt.

Und schließlich legt der ÖPD Sozialeingliederung größten Wert auf sozialen Zusammenhalt: So gibt es unter anderem einen jährlichen Neujahrsempfang, eine Personalfeier und einen Sporttag. Bei unseren Personalversammlungen, die viermal jährlich stattfinden, kommt jeder, der möchte, zu Wort. Kurz gesagt: Der ÖPD Sozialeingliederung kümmert sich um sein Personal.

 

Der ÖPD Sozialeingliederung kümmert sich um sein Personal.

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